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als Antwort auf den Leserbrief des stellvertretenden Vorsitzenden des IG-BCE Vertrauenskörpers der K+S GmbH Werk Werra, Herrn Thomas Zierdt.

 

Sehr geehrter Herr Zierdt,

gemäß Betriebsverfassungsgesetz sind Sie als Gewerkschafter in führender Position der Interessenvertreter der Arbeitnehmer und deshalb auch bei Interessenkonflikten mit der Arbeitgeberseite letztendlich dem Wohl des Betriebes verpflichtet.
Deshalb spricht nichts dagegen, vielmehr ist es Ihre Pflicht, sich für
den Erhalt der Arbeitsplätze einzusetzen. Dafür haben wir volles
Verständnis und es widerspricht in keinem Fall auch unserem Bestreben, Ökologie, Ökonomie und soziale Absicherung unter einen
Hut zu bekommen.
An dieser Stelle kann ich es nur immer wieder betonen, dass auch wir
als Bürgerinitiative für den langfristigen Erhalt der Kali-Arbeitsplätze
in unserer Region sind.
Bedingung dafür ist jedoch- ich denke, das zu fordern ist legitim-,
dass K+S gesetzeskonform produziert und entsorgt.
Eine Firmenstrategie, die auf die nach dem EU-Recht „best  verfüg-  baren technologischen Verfahren“ und den effizientesten und  fortschrittlichsten Entwicklungsstand setzt, sollte auch in Ihrem Interesse sein, denn nur sie ist ein Garant für zukunftsträchtige Arbeitsplätze und  ein hohes Schutzniveau für die Umwelt. Über den Weg dorthin gehen wie bekannt die Auffassungen auseinander, was aber nicht bedeutet, dass man sich nicht sachlich darüber auseinandersetzen kann.
Das macht aber nur Sinn, wenn beiderseitig der Wille vorhanden ist,
neue Wege zu gehen, und das auf der Basis eines ehrlichen und
unvoreingenommenen Umgangs miteinander.
Ich gehe davon aus, dass auch Sie als Gewerkschafter gewisse Dinge,
was die zukünftige Strategie betrifft, bei ihrer Unternehmensleitung
kritisch hinterfragen.
Wir haben uns in einer von der Bürgerinitiative initiierten Gesprächsrunde mit ihrem Management über die unterschiedlichen Positionen ausgetauscht, ohne uns jedoch grundsätzlich anzunähern. Dennoch sind weitere Gespräche geplant, wenn entsprechender Diskussionsbedarf besteht.
Ein Dialog mit Ihnen bzw. mit Vertretern der Vertrauenskörperleitung
wäre für uns ebenfalls wünschenswert.
Weil jedoch  Meinungsverschiedenheiten in Schriftform meistens neue Fragen aufwerfen, was zu Missverständnissen führen kann, empfehlen wir ebenfalls eine Gesprächsrunde.
Dazu sind wir jederzeit bereit.

PS: Übrigens, die Nachbargemeinde Dankmarshausen, die Sie in
       Ihrem Leserbrief indirekt ansprechen, sieht die Kalikumpel
       nicht als Umweltverschmutzer an, sondern, wenn überhaupt,
       dann diejenigen, die in der Regel für die strategische Ausrichtung
       des Unternehmens Verantwortung tragen.


Mit gewerkschaftlichen Gruß

Klaus Reinhardt
Vorsitzender der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30. März 2010 )
 
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