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„Der Ries-Rausch wird bald vorbei sein“ PDF Drucken E-Mail
KA-Leserin Claudia Ruch über Hans Ries, Elisabeth Apel und die Kommunalwahl 2011 „Wäre ich in Heringen wahlberechtigt, würde ich meine Stimme dem bisherigen Amtsinhaber Ries geben.“

Elisabeth Apel hat mit ihrer undifferenzierten Lobeshymne auf Ries gezeigt, dass sie zu Recht aus dem Hessischen Landtag herauskatapultiert worden ist. Ihre Wahlkampfunterstützung war nicht mehr als eine peinliche Anbiederung an einen umstrittenen Provinzfürsten, der es wie kein anderer Bürgermeister vor ihm geschafft hat, die Bevölkerung der Stadt Heringen zu spalten.

Ries ist es letztlich gelungen, die Schwächen seiner bisherigen Amtsführung hinter einer billigen Wahlkampfrhetorik zu verbergen. Seine Unterstützer haben ihm Geradlinigkeit, Offenheit und Transparenz attestiert. Die Vorfälle um die jüngsten Betriebsstörungen im Müllheizkraftwerk Heringen belegen das Gegenteil.

Ries hat sich bis heute noch nicht zu einer Stellungnahme zu den Betriebsstörungen durchringen können, obwohl der Betreiber erneut den Versuch unternommen hat, diese Vorfälle zu vertuschen. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass das Duo E.ON/Ries nie daran interessiert war, Grenzwertüberschreitungen bzw. Schadstoffspitzen, die auch im regulären Betrieb nicht unüblich sind, bekannt zu machen.

Es ist dem Kreisanzeiger hoch anzurechnen, dass er sich mit einem sachlichen Beitrag dieses Themas angenommen hat. Dagegen hat sich die Hersfelder Zeitung von einer unabhängigen Berichterstattung zum Thema Müllerverbrennung offenbar verabschiedet. Kritische Zeitgenossen in der Bundesrepublik sprechen in diesem Zusammenhang vom Verschwinden der Medien als kritische Instanz, obwohl die Medien gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes Garant und Beispiel für Pluralität und freie Meinungsbildung sein sollten.

Das Müllheizkraftwerk Heringen arbeitet entgegen den unwahren Behauptungen des Bürgermeisters der Stadt Heringen, wie zuletzt beim Podiumsgespräch der HZ nachweislich nicht mit der modernsten Rauchgasreinigung. Wäre das der Fall, könnte die Schadstoffbelastung der Luft um ein Vielfaches reduziert werden.

Der Umweltschützer Ries hat es fertiggebracht, die Umweltbelastung im Werratal vollkommen auszublenden. Er ist in vielfacher Hinsicht ein unglaubwürdiger Kommunalpolitiker ohne Substanz. Seine demagogischen Fähigkeiten haben nun 3.148 Bürger in Ekstase versetzt. Die Probleme der Stadt Heringen sind ungeheuer. Der Rausch der Ries-Sympathisanten wird bald vorüber sein.

Wäre ich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wahlberechtigt, würde ich Elisabeth Apel bei der anstehenden Kommunalwahl 2011 nicht meine Stimme geben.

Claudia Ruch
Heringen
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 17. März 2010 )
 
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