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Stopp der Salzeinleitung PDF Drucken E-Mail
Reaktion auf Empfehlung des Runden Tisches: NABU fordert nachhaltige Lösung

Landkreis Göttingen/Niedersachsen.

Die Niedersächsischen Umweltverbände haben sich in dem Abstimmungstermin des Runden Tisches „Werra/Weser Renaturierung und Kaliproduktion“, dafür eingesetzt, dass den Gutachten und Konzepten eine nachhaltige Lösung folgt und den Empfehlungen des Rundes Tisches zugestimmt. Die niedersächsischen Umweltverbände erwarten eine vollständige Einstellung der Einleitung von Salzabwässern in die Werra und Weser bis zum Jahr 2020.

Außerdem fordern die Verbände eine Einstellung jeglicher Verpressung der Salzabwässer in den Untergrund. Die Genehmigung für die bestehende Verpressung läuft nächstes Jahr aus, eine Verlängerung muss abgelehnt werden, so die Pressemitteilung des NABU.

„Wir stehen aufgrund der bereits vorhandenen, nachweisbaren Grundwasserversalzungen jeder weiterer Verpressung ablehnend gegenüber. Dies gilt auch für das neu entwickelte Verpressungsverfahren NIS (Neue Integrierte Salzlaststeuerung). Auch hier ergeben sich Auswirkungen auf das Grundwasser, so dass erneute negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können“ erklärte Elke Meier, NABU Niedersachsen, als Vertreterin der niedersächsischen Umweltverbände am Runden Tisch.

Das von der K + S Kali GmbH vorgelegte Gesamtkonzept zeige zwar eine Verbesserung der bestehenden Situation, bleibe jedoch erheblich hinter den seit Jahren geforderte Reduzierung der Einleitung in die Werra zurück, so Elke Meier, NABU Niedersachsen, weiter.

„Es müssen weitere Anstrengungen zur Reduzierung der Salzabwässer durch Umsetzung des neusten Standes der Technik von K+S unternommen werden sowie Salzrückstände unter Tage als Bergversatz verbracht werden. Eine Beendigung der Einleitung in die Werra durch den Abtransport der salzhaltigen Abwässer über eine Pipeline in die Nordsee darf nicht dazu führen, dass die Problematik verlagert wird, ohne dass vor Ort nach weiteren Lösungen gesucht wird“, heißt es in der NABU-Mitteilung weiter.

Elke Meier, NABU, betonte: „Eine ökologische Verbesserung der Werra und damit auch der Weser, wie sie von der Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird, ist nur durch eine konsequente Reduzierung und absehbare vollkommene Einstellung der Einleitung von Salzabwasser möglich.“

„Wir sind mit der heutigen Einigung einer ökologisch vertretbaren Entsorgung der Salzfracht näher gekommen. Aufgrund der Zusage, die Verpressung einzustellen und eine erhebliche kurzfristige Reduzierung der Salzeinleitung zu garantieren, konnten wir diesem Kompromiss zustimmen. Eine vollständige Einstellung der Einleitung bei Realisierung einer Fernleitung wird von uns erwartet“, so Elke Meier abschließend.

Quelle: Kreisanzeiger Online

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12. Februar 2010 )
 
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