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| Kampf gegen die Lauge |
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Gerstungen. (tlz) Nun zum zweiten Mal fanden sich mehrere hundert
Menschen am 1. Mai am Werraufer in Gerstungen (Wartburgkreis) ein, um
gegen die Versalzung des Flusses durch den Kasseler
Düngemittelhersteller Kali und Salz zu protestieren. Seit geraumer Zeit
schon kämpfen die Menschen dort für "ein lebenswertes Werratal".Obwohl sich der viel zu hohe Salzgehalt der Werra 2008 nicht verringert habe, so Gerstungens Bürgermeister Werner Hartung, habe man doch auch kleine Erfolge zu verzeichnen. So habe man das Verbot der weiteren Versenkung von Lauge in die Werra bei Gerstungen "gegen den Willen von Kali und Salz und der Thüringer Behörden" durchgesetzt. "Ohne unseren Protest wäre da bisher nichts passiert", so Klaus Reinhardt, Chef der Bürgerinitiative "für ein lebenswertes Werratal". Vor allem aber der von Thüringen, Hessen und Kali und Salz unterzeichnete öffentlich-rechtliche Vertrag zum Kali-Abbau war ein "Schlag ins Kontor" der Kali-Gegner, erlaube er doch auf die nächsten 30 Jahre, dass weiter Rückstände aus der Kaliproduktion in die Werra geleitet werden dürfen. "Eine Landesregierung, die zulässt, dass das Trinkwasser und damit die Lebensgrundlage der Menschen bedroht wird, ist keine gute Landesregierung", so Dirk Adams von der Grünen. BI-Chef Reinhardt versprach, dass man weiter kämpfen werde. "Eines haben wir gelernt, nur mit öffentlichem Druck und zivilem Ungehorsam, kann man die Politik beeinflussen". 01.05.2009 Von Peter Rossbach Quelle: TLZ vom 04.05.2009 |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 5. Mai 2009 ) |
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