Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir den Tod unseres langjährigen Mitstreiters Werner Hartung aufgenommen.

Fast zehn Jahre war er für uns ein Kamerad, Freund und Vorbild. In dieser Zeit hat er als Bürgermeister von Gerstungen und als Mitglied unserer Bürgerinitiative sehr viel Mut und Zivilcourage bewiesen, wenn es um die Weiterentwicklung seiner Gemeinde und den Schutz der Umwelt ging.

Werner Hartung ist sofort nach der Gründung unserer Bürgerinitiative 2006 zu uns gestoßen. Er hat nicht gezögert, gemeinsam mit uns gegen den Bau der Müllverbrennungsanlage in Heringen vorzugehen. Bei zahlreichen Infoveranstaltungen und Protestaktionen war er stets präsent.
Ihn ist es zu verdanken, dass sich die Solidargemeinschaft zwischen den Kommunen und der Bürgerinitiative herausgebildet hat, mit deren Unterstützung wir gemeinsam gegen die Entsorgungspraxis von K+S vorgehen konnten.

Der Schutz des Gerstunger Trinkwassers war für ihn eine Selbstverständlichkeit, womit er seinem Amtseid, Schaden von der Gemeinde und seinen Bürgern abzuwenden, in besonderer Weise gerecht geworden ist.

Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass die Laugenverpressung in der Gerstungen Mulde 2007 und im grenznahen hessischen Gebiet 2016 eingestellt wurde. Damit hat er höchstwahrscheinlich verhindert, dass Gerstungen vielleicht schon heute mit Fernwasser versorgt worden wäre.

Auch die Senkung der Werraversalzung lag ihm sehr am Herzen, so war er einer der Initiatoren der Gründung der Werra-Weser-Anrainerkonferenz und des Aufbaus der Klägergemeinschaft der Werra-Weser-Anrainer.

In den vergangenen Jahren stand er uns immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Aber er war nicht nur ein engagierter Umweltschützer sondern auch ein weitsichtiger „Vollblutbürgermeister“, der sich selbst nicht geschont hat und den Angriffe und Schmähungen gegenüber seiner Person nicht von seinem Kurs abgebracht haben.

Werner Hartungs Tod reißt eine große Lücke, die nicht zu schließen ist, dennoch sollte sein Erbe für uns Verpflichtung sein, nicht nachzulassen und in seinem Sinne weiter zu streiten für ein lebenswertes Werratal.

Ein Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen.
Den Angehörigen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme und unser Mitgefühl.

Dankmarshausen, den 07.07.16

Klaus Reinhardt











Ein interessierten Bürger hat sich mit einer konkreten Frage an das Hessische Umweltministerium gewandt. Die unkonkrete und ausweichende Antwort hat den interessierten Bürger zu einer weiteren Frage veranlasst:

„Gibt es im Werratal überhaupt Grundwasser, wenn ja, ist es gefährdet oder nicht? Wer kann mir helfen…?“

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